Produkte und Verfahren für die Medizin...
Aktuelle Projekte

CoHS

Therapie zur Presbyopie... mehr

MINDE

Alzheimer durch Augenscan erkennen... mehr

MODIAMD

Altersabhängige Makuladegeneration gezielt diagnostizieren... mehr

Antifreeze

Algenbiotechnologie Projekt und Realisierung... mehr

Research CenterLaufende Projekte

CoHS - Kopfchirurgisches Zentrum

Presbyopie ist die meist altersbedingte Einschränkung der Akkommodationsfähigkeit des Auges. Das Auge ist nicht mehr in der Lage, sich auf unterschiedliche Sehentfernungen einzustellen (zu akkommodieren); eine Grunderfahrung jedes Menschen im Alter zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Die Augenheilkunde hat mit refraktiver Chirurgie gelernt, Fehlsichtigkeiten auch ohne Brillengläser dauerhaft zu beheben und die getrübte Linse des Auges (grauer Star oder Katarakt) durch Kunstlinsen zu ersetzen.

Ziel des multidisziplinären überregionalen Verbundforschungsprojektes ist die Realisierung eines OP Prototypen zur Presbyopie- Therapie.

Informationsfilm SOMIT
Zum Abschluss der SOMIT Fördermaßnahme wurde ein Informationsfilm über Inhalte, erreichte Ziele und Zukunftsaussichten der einzelnen Verbünde FUSION, orthoMIT und CoHS veröffentlicht.

Der Film ist ab jetzt auf der SOMIT Website www.schonendes-operieren.de verfügbar.








MINDE - Molecular Diagnosis of Neurodegenerative Diseases in the Eye

Der Morbus Alzheimer ist die bei weitem häufigste chronisch neurodegenerative Erkrankung. Derzeit wird weltweit von etwa 50 Millionen Betroffenen und jährlich mehr als 8 Millionen Neuerkrankungen ausgegangen. Die aktuelle klinische Alzheimer-Diagnostik ist sehr heterogen und stützt sich auf Beobachtungen von Angehörigen (Fremdanamnese), bildgebende Verfahren der Radiologie (CT, MRT und PET), kognitive- und Gedächtnistests sowie den Ausschluss anderer neurodegenerativer Erkrankungen. Diese meist sehr aufwendigen und teuren Verfahren erlauben es jedoch nicht solche Menschen zu identifizieren, die ein hohes Risiko haben eine Demenz vom Alzheimer Typ zu entwickeln. Damit sind die Möglichkeiten einer frühzeitigen Diagnose des Morbus Alzheimer zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr begrenzt.

Ziel des interdisziplinären Forschungsverbundes ist daher die Grundlagenerforschung eines vom kognitiven Status des Patienten unabhängigen Verfahrens für das Screening und die Frühdiagnose von Morbus Alzheimer sowie die Therapiekontrolle.








MODIAMD - Molekulare Diagnostik der AMD

Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in den Industrieländern die häufigste Ursache für eine Altersblindheit. Schon heute sind in Deutschland etwa 4,5 Millionen Menschen von der AMD betroffen. Als Behandlungsmethoden stehen derzeit für die fortgeschrittene (feuchte) AMD die Laserkoagulation, die Photodynamische Therapie sowie die seit mehreren Jahren etablierte und besonders erfolgreiche, aber kostenintensive Antikörperbehandlungen mit VEGF-Inhibitoren, zur Verfügung. Für Patienten in schweren Spätstadien der AMD stehen lediglich rehabilitative Maßnahmen incl. vergrößernder Sehhilfen zur Verfügung.

Ziel des interdisziplinären Forschungsverbundes ist die verbesserte Diagnostik, die sowohl die molekularen Veränderungen der Retina bei trockener AMD, die Frühdiagnostik für den Übergang der trockenen zur feuchten AMD als auch die Grundlagen einer molekularen Bildgebung für eine patientenspezifische Therapie ermöglichen soll.

Ab sofort ist die projektspezifische Internetseite online. Besuchen Sie die Website unter www.modiamd.de








Anti Freeze

Anti-Frost-Proteine (AFP) oder auch Eisstrukturierende Proteine (ISP) sind eine Klasse von Polypeptiden, die von bestimmten Wirbeltieren, Pflanzen, Pilzen und Bakterien gebildet werden, um in einer Umgebung mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt von Wasser zu überleben. Diese Proteine verhindern eine Eisbildung oder reduzieren sie. Die Proteine binden an kleine Eiskristalle, ('Eiskeime') und verhindern deren Wachstum und Rekristallisierung. Es gibt vier verschiedene Klassen, eine in Fischen, eine weitere in Insekten und weitere Klassen in Pflanzen. Der genaue Wirkungsmechanismus ist bisher unbekannt. Man nimmt jedoch an, dass diese Proteine an Membranen binden können und diese so vor Schäden geschützt werden.
Die regenerative Medizin entwickelt sich in der Region Sachsen/Sachsen-Anhalt/Mitteldeutschland als eine der wichtigsten Branchen der Biotechnologie, welche nachhaltige Wachstumschancen verspricht. Lokale Forschungseinrichtungen und KMUs arbeiten an der Entwicklung von Protokollen für die klinische Anwendung von Stammzellen, Zellprodukten und Geweben, um damit Produkte zur individualisierten Medizin herzustellen. Die Aufbewahrung der Zellen und Zellprodukte ist damit zentral für diese Anwendung, besonders in Fällen der allogenen Anwendung von Produkten. Das Fraunhofer IZI arbeitet zur Zeit an einem Verbundprojekt, das folgende Projektziele zum Inhalt hat. Der Cluster Biotechnologie – Life Sciences Mitteldeutschland wird beauftragt, bereits während des Projektes verwertungsorientierte Aufgaben zu übernehmen.

• Herstellung von Antifreeze Proteinen (AFP) / eisstrukturierenden Proteinen (ISP) in pflanzlichen Bioreaktorkulturen unter kontrollierten und induzierten Bedingungen (Applikation von Kältereizen)
• Produktion von pflanzlichen Organkulturen (Spross-/Wurzelkulturen) ausgewählter Pflanzenarten in geschlossenen Bioreaktoren
• Nachweis der AFP-Aktivität von Proteinen und Proteingemischen, insbesondere soll gezeigt werden dass AFPs die Eiskristallbildung/Wachstum hemmen
• Prüfung eines möglichen Einsatzes von pflanzlichen AFPs als kryoprotektive Substanzen bei der Kryokonservierung von humanen und rodenten Mesenchymalen Stammzellen
• Überprüfung der Vitalität und des Erhaltes der Differenzierungskapazität der Stammzellen nach der Kryokonservierung
• Nachweis, dass AFPs besser oder vergleichbar dem herkömmlich genutzten Protektivum DMSO (Dimethylsulfoxid) ist
• Nachweis der Verwendbarkeit von pflanzlichen AFPs als Kryoprotektant bei der Kryokonservierung von pflanzlichen Materialien