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Carl Zeiss Meditec beteiligt sich bei der
Forschungsinitiative SOMIT (Sanftes Operieren mit innovativer Technik),
an einem innovativen Verbundprojekt, das vom "OphthalmoInnovation
Thüringen e.V." koordiniert wird. SOMIT wurde vom
Bildungsministerium für Bildung und Forschung ins Leben
gerufen.
Unser Unternehmen ist fachlicher Koordinator und
hauptsächlicher
industrieller Endnutzer der Forschungsergebnisse.
Das Projekt hat zum Ziel, eine neue Therapie
zur
Behandlung der Presbyopie (Altersweitsichtigkeit) zu entwickeln. Die
Presbyopie ist die bei weitem häufigste Fehlsichtigkeit, die
bis
heute keiner befriedigenden dauerhaften Korrektur zugänglich
ist.
Mit zunehmendem Alter kann man nicht mehr auf verschiedene Entfernungen
fokussieren, eine Lesebrille wird fällig. Als Ursache wird
hauptsächlich die Verhärtung der Linse angesehen.
Alle bisherigen Versuche, eine operative
Therapie
der Presbyopie zu entwickeln, haben bislang zu keiner klinisch
etablierten Methode geführt. Im Tierversuch gibt es
Anhaltspunkte
für eine Möglichkeit, mit
Niedrigenergie-Femtosekundenlaser-Impulsen (fs-Laser) die
Elastizitätsveränderungen der Augenlinse
therapeutisch
minimalinvasiv zu beeinflussen. Mit fs-Laserimpulsen können im
Linseninneren sowohl im Tierversuch als auch bei verärteten
menschlichen Linsen Schnitte erzeugt werden, die die
Elastizität
der Linse wieder erhöhen. Eine entsprechende Therapieplanung
erfordert vorab nicht nur eine komplexe theoretische Berechnung der
optischen, sondern insbesondere der mechanischen Eigenschaften des
Auges. Weiterhin werden angepasste Diagnoseinstrumente zur Untersuchung
der Linsengeometrie und Akkommodationsdynamik benötigt, um den
individuellen chirurgischen Eingriff planen und bewerten zu
können. Dazu werden die Diagnosesysteme Wasca®
Analyzer, ACMaster®
und Visante OCT modifiziert und in den Projektkliniken eingesetzt. Eine
nichtinvasive Behandlung der Altersweitsichtigkeit könnte
damit
möglich werden. Zur umfassenden Bearbeitung dieser ehrgeizigen
Aufgabe ist ein multidisziplinäres Team notwendig.
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Ziel des Verbundprojektes ist es, gemeinsam
mit 13
Partnern innerhalb von fünf Jahren einen innovativen
medizinischen
Prototyp auf der Basis der fs-Technologie zu entwickeln und erstmals
auch klinisch zu testen. Insgesamt wird das Projekt mit 8,4 Millionen
Euro vom Bund gefördert.
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